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Geschichte des Velos

Meilensteine im Fahrradbau

Das Velo zählt zu den nützlichsten Erfindungen, die die Menschheit je gemacht hat. Sicher dachte damals, vor bald 190 Jahren, als die ersten Laufmaschinen gebaut wurden, noch niemand an die ökologische Bedeutung die dieser Maschine in der heutigen Zeit zukommt.

So begann die Geschichte des Velos:


1817   Die Geschichte des Velos beginnt mit der im Jahr 1817 von Baron Karl Friedrich von Drais gebauten Draisine. Bei diesem Vorläufer des heutigen Fahrrads handelte es sich um ein Zweirad mit festem Hinterrad und lenkbarem Vorderrad. Beim Fahren stiess man sich mit den Füssen vom Boden ab und erreichte so Geschwindigkeiten von über 15 km/h.
     
1853   Die Lenkbarkeit der Laufmaschine ermöglichte das Fahren durch Ausbalancieren ohne Bodenkontakt der Füsse.
Die technische Weiterentwicklung vom Laufrad zum Fahrrad war die Erfindung des Pedalantriebs. Doch es dauerte fast 50 Jahre, bis der Pariser Kutschenbauer Ernest Michaux und sein Sohn Pierre an einer Laufmaschine Tretkurbeln montierten.

     
1870   Zum Erreichen höherer Fahrgeschwindigkeiten war es bei der direkten Übersetzung notwendig, den Durchmesser des Vorderrads zu vergrössern. Da die Pedalen direkt an der Achse des Vorderrades angebracht sind, bestimmt der Umfang des angetriebenen Laufrades die zurückgelegte Distanz pro Kurbelumdrehung. Die Entwicklung führte um 1870 zur Konstruktion des Hochrades mit über 1,5 m grossen Vorderrädern.
     
1878   Nun kam es zu einer rasanten Entwicklung in der Fahrradtechnologie. 1878 wurde der einseitige Kettenantrieb zum Hinterrad erfunden, was den Vorteil brachte, dass sich die Tretkräfte nicht mehr auf die Lenkung auswirkten. Das Fahrrad nahm seine traditionelle klassische Form an.
Durch die Verkleinerung der Laufräder, Verlagerung der Sitzposition zur Fahrzeugmitte und der Entkoppelung von Lenkung und Antrieb wurde das Fahrrad endlich zu einem sicheren Fortbewegungsmittel und von jedermann beherrschbar.
Ein klassischer Vertreter dieser neuen Bauform war das von der englischen Firma Rover produzierte Rover-Safety-Bicycle, das Sicherheitsrad mit einem Kreuzrahmen.

     
1845   Das Fahrradfahren war wegen der schlechten Wegstrecken und der eisenberingten Laufräder eine äusserst harte Angelegenheit. So wurden damals schon Fahrräder mit aufwändigen Federungssystemen versehen.
Zwar meldete schon 1845 R. W. Thomson den Luftreifen zum Patent an, aber erst 40 Jahre später baute J. B. Dunlop Luftreifen für Fahrräder. Der französische Erfinder E. Michelin, verbesserte den Fahrkomfort, den Rollwiderstand und erleichterte die Montage der Reifen.
1887 meldeten die Gebrüder Mannesmann nahtlos gezogene Stahlrohre zum Patent an. Mit dünnen nahtlosen Rohren von hoher Festigkeit liess sich das Gewicht des Fahrrades weiter verringern. Bei den Niederrädern setzte sich der Trapezrahmen (Diamantrahmen) der 1890 vom Engländer Humber erstmals präsentiert wurde gegen die bisherigen Kreuzrahmen durch. Trotz einiger Experimente mit alternativen Rahmenbauarten hat sich das Konzept des Trapezrahmens bewährt und durchgesetzt.

     
1889   Im Jahr 1889 wurde die Freilaufnabe vom Amerikaner A. P. Morrow patentiert.
     
1994   Im Jahr 1904 präsentierte die deutsche Firma Fichtel & Sachs die erste Zweigangnabenschaltung. Das Herzstück war ein platzsparendes Planetengetriebe. In den folgenden Jahren wurden Nachfolgemodelle mit drei und vier Gängen entwickelt, die mit Freilauf, Rücktritt- oder Trommelbremse kombiniert waren.
Damit hatte sich das Fahrrad sowohl als Sportgerät als auch praktisches Verkehrsmittel endgültig etabliert.
Die weitere Entwicklung des Fahrrads orientierte sich in den folgenden Jahrzehnten im Wesentlichen an der Verbesserung von Bremsen und Schaltungen.
     
    Der in den USA entstandene BMX-, Mountainbike-und Triathlonsport fand auch in Europa viele Anhänger. Weitere neue Sportarten, basierend auf dem Fahrrad, liessen neue Bauarten und Varianten entstehen. Aluminium und Titan als alternative Rahmenwerkstoffe und superleichte, hochfeste Rahmen aus Carbon, ausgeklügelte Vollfederungen oder die Verwendung elektronischer Bauteile im Schaltungs - und Dämpfungssystem kennzeichnen den heutigen Stand der modernen Fahrradtechnik
     
     
     
     
     
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