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Velobekleidung

Gewebeeigenschaften



 

Sommer

 

Frühling

 

Herbst

 
     

Winter


Sportbekleidung muss vielen Anforderungen gerecht werden. Die meisten dieser Eigenschaften werden nur mit Geweben aus Chemiefasern erreicht. Solche Fasern haben allgemein die Eigenschaften wenig Feuchtigkeit aufzunehmen, scheuerfest und wetterbeständig zu sein. Kein Gewebe erfüllt jedoch alle obengenannten Bedingungen. Durch die Mischung der verschiedenen Chemiefasern untereinander oder mit natürlichen Fasern entstehen Gewebe, welche die jeweils geforderten Eigenschaften optimal erfüllen können.

Winddichte Stoffe werden in der Regel aus Microfasern gefertigt. Solche Stoffe sind leicht, atmungsaktiv und weich im Griff.

Das Ausgangsmaterial für Wasserdichte Stoffe sind Polyamid-Microfasern. Aber auch das feinste Microfasergewebe ist zu wenig dicht um Wasser dauerhaft abhalten zu können. Deshalb werden die Stoffe mit Polyurethan beschichtet, wodurch sie dauerhaft Wasserdicht werden.

Atmungsaktiv, Wind- und Wasserdicht muss kein Gegensatz sein. Die Porengrösse der Gewebebeschichtung ist bis zu 700 mal grösser als Wasserdampfmoleküle , jedoch als Durchlass für flüssiges Wasser viel zu klein und daher für dieses undurchdringlich. (10l/m2 in 24h)

Temperaturregulierung erreicht man durch Einnähen eines Netzstoffes oder eines Reissverschlusses unter den Achseln von Jacken und am Rückenteil von Velotrikots.

Für Winterjacken verwendet man oft das neuartige Softshell-Gewebe, ein von GoreTex entwickeltes dreilagiges Laminat. Die Aussenschicht besteht aus wasserabweisendem Polyamid (Nylon), in der Mitte befindet sich eine Windstoppermembrane (GoreTex Teflon-Membran) und und innen sorgt ein texturiertes Futter aus Polyester oder Polypropylen für angenehme Wärme. Lüftungsschlitze und unter den Achseln sorgen für ein ausgeglichenes Klima.

Für Velohosen ist hohe Scheuerfestigkeit und eine gewisse Elastizität gefragt, solche Stoffe werden daher aus ca. 80% Polyamid und 20% Elasthan hergestellt. Für Shorts, die nicht elastisch sein müssen, werden auch Stoffe aus 100% Polyamid verwendet.

Velohosen für die kalte Jahreszeit müssen auch winddicht sein, sie werden deshalb mit einem Gore-Tex oder einem Sympatex Windstopper-Membran laminiert. Die texturierte Innenseite bewahrt die wärmende Luftschicht zwischen Körper und Gewebe und schafft so ein angenehmes Körperklima.

Velotrikots sollten möglichst wenig Feuchtigkeit aufnehmen und die Nässe schnell nach Aussen leiten. So bleibt der Körper trocken und wird durch den Fahrtwind nicht ausgekühlt. In der Regel werden dazu Stoffe aus einer Mischung von Polyamid (ca. 80%) und Elasthan (ca. 15%) oder Polyester und Spandex verwendet. Neuste Textilgewebe sind mit Silberionen versehen, die stark antibakteriell wirken und so üble Gerüche, die sonst im Zusammenhang mit Schweiss und Chemiefasern entstehen, wirkungsvoll minimieren.
In den letzten Jahren hat sich auch die Wolle des Merinoschafes, welches in den Bergen Neuseelands lebt, als Ausgangsmaterial für hochwertige Velotrikots etabliert. Aus dieser Wolle lassen sich feinste Gewebe mit hohem Tagkomfort herstellen. Merinowolle, übrigens die feinste aller Wollarten, hat viele Eigenschaften von die denen der Chemiefasern nahekommen. Sie ist wasserabweisend, lässt jedoch Wasserdampf nach aussen. Sie kann bis zu 40% ihres Eigengewichtes an Wasser aufnehmen ohne sich nass anzufühlen. Durch den Lufteinschluss im Gewebe entsteht eine isolierendes Luftpolster, das im Winter warmhält und im Sommer vor Hitze schützt.

Unterwäsche liegt direkt auf der Haut, deshalb sind hier Tragkomfort und antibakterielle Ausrüstung besonders wichtig. Bei Velounterhosen ist zudem noch hohe Scheuerfestigkeit gefragt. Bis zu 30 % Baumwolle wird dem Gewebe beigemischt. Auch hier kommen Gewebemischungen mit Silberionen zum Einsatz.wie und ab welcher Temperatur man sich am besten schützt.